11. Tag: Managua – San Juan del Sur (23. September)

Es ist jetzt halb 9, Carol ist noch nicht da. Wir sind dann alle im Eiltempo aufgebrochen: erst wegen Grundbucheintragung von Andi - konnten wir aber nicht machen, weil eine Zahl falsch abgeschrieben worden ist. Also müssen viele der Dokumente wieder neu ausgestellt werden. So ist das hier nun mal.

Wir sind dann zum Kostümverleih gefahren. Mein Papa bekam dann einen wunderschönen Anzug verpasst - siehe dann die Fotos. Nachdem es der gleiche Anzug ist, den auch Jose Luis und Andreas haben, wurde auch mir einer verpasst - wäre ja blöd, wenn ich der einzige wäre mit einem anderen Anzug. Am Weg dorthin waren wir bei einem sogenannten "Kojoten" Geld wechseln, die stehen so neben der Straße und geben bessere Wechselkurse als die Bank. Das Brillenreparaturgeschäft fand ich einfach nur witzig.

Dann sind wir zum Mercado, noch schnell ein paar Happen essen.

(Die Suppe hat meine Mama wengier lecker gefunden)

Dann sind meine Mutter und ich mit dem Bus nach Rivas, von dort haben wir dann ein Taxi nach San Juan genommen. Mein Papa und Andi sind in Managua geblieben. (Foto rechts: der mercado von Rivas)

Das Wiedersehen in San Juan war superschön. Erst Jorge und Mayra (und ihren Kindern und den schon 40 Jahre altem Papagei

dann Gaby und Elisabeth mit Orlando, die Töchter Betannia, Dulce, Orlanda und Fernanda, alle verheiratet und tlw. schon mit Kindern. Elisabeth, Powerfrau wie immer, hat sich als Kandidatin für die BürgermeisterInnenwahl aufstellen lassen, im November werden nämlich in ganz Nicaragua alle Bürgermeister neu gewählt. Dann zu Martha und Franzisco Velez,

als auch zu Nely die Schneiderin, die Witwe von Don Pedro gegenüber von den Velez es haben sich alle sehr über das Wiedersehen gefreut. In Mari's Bar haben wir Kati getroffen, mit Ingrid Sofia. Sie haben auf Fritz gewartet, der seine Tochter abholen wollte.

Das war ein Wiedersehen, Fritz und ich haben 1998 und 1999 wirklich viel unternommen, ich war ja schon da als er nach Nicaragua gekommen ist – wir sind sozusagen Freunde der ersten Minute. Und genau da, als Fritz kam, ist es passiert: meine tolle, extra bei eBay gekaufte super schöne Kamera hat den Geist aufgegeben. Tot. Muerto. Nada. Mal sehen, vielleicht ist es nur Feuchtigkeit, bisschen was klickt noch beim einschalten, ich hoffe, sie erlangt noch vor der Hochzeit das Bewusstsein wieder. Daher gibt's ab diesem Zeitpunkt keine Fotos mehr. Am Abend sind wir mit Gaby essen gegangen, war ein sehr schön und lecker.


12. Tag: San Juan del Sur - Managua (24. September)

Am nächsten Morgen hat uns Fritz abgeholt und wir sind mit ihm in sein Haus gefahren. Dort haben wir gemütlich gemeinsam gefrühstückt und Kaffee getrunken. Ein wunderschönes Haus hat er sich dort gebaut!

Zurück in San Juan haben wir noch ein paar Besuche gemacht, die hab ich oben gleich mit aufgezählt. Gegen 11 Uhr sind wir dann wieder zu Martha und Franzisco, sie haben uns zum Mittagessen eingeladen. Es war sehr gut und ausnahmsweise ein wirklich gesundes Essen (Tomaten, Gurken, Rote Rübe, Salat; Hünchen und Reis – ausnahmsweise nichts frittiertes). Dann haben wir uns ein Taxi genommen, sind damit noch eine superschnelle Abschiedsrunde gefahren: Gaby, Elisabeth und Orlando, Nely (wir haben noch eine Tasche von ihr gekauft, Entwicklungshilfe sozusagen), dann Mari's Bar. Dort ist Kati zugestiegen, sie wollte mit dem selben Bus nach Managua fahren wie wir. Dann noch einen Quick-Stop bei Bernardo in seiner Vulcanisacion. Dann Rivas. Dann Managua. Die Fahrt war für mich recht kurzweilig, schließlich hatte ich Kati neben mir sitzen und wir haben uns gut unterhalten. Schade, dass die Zeit so schnell verging, wir haben unsere Emails ausgetauscht, ich möchte schon Kontakt halten.

Jetzt sind wir wieder in Managua. Emails lesen, ein paar beantworten, obwohl derzeit es ist jetzt Mitternacht in Österreich, niemand würde sie jetzt lesen - ich werde vorher duschen gehen. Seit gestern tut mir das Schlucken ein wenig weh, so als würde sich eine Erkältung ankündigen, außerdem muss ich dauernd niesen. Lästig ist das.

Aber dann sind wir noch losgezogen, Junggesellenabschied von Andi. War eine kleine Runde, wir waren zu viert. Lustig war es trotzdem - oder gerade deswegen. Carol haben wir aber nicht geschlagen, wir sind dann doch schon gegen Mitternacht wieder zu Hause gewesen.