5. Tag: Besuch in El Ostional (17. September)

Der Tag heute war etwas anstrengender als gestern… ich bin mal wieder um 5 Uhr in der Früh aufgewacht – mal sehen, ob ich mir das noch abgewöhnen kann. Ich hab dann ein wenig in meinem Roman weiter gelesen, gegen 6 Uhr machte mein Vater Kaffee – da habe ich mich dazu gesellt.

Nach dem Frühstück (Rührei mit Tomate und Zwiebel, dazu frisches Toastbrot) machte ich mich auf den Weg zum Büro. Dort am LAN-Kabel konnte ich meinen ersten Reisebericht versenden. Dann habe ich noch die Email-Adressen von meinen Eltern und die entsprechenden Mailserver eingegeben und deren Nachrichten abgerufen. Meine Mama hatte 54 Mails, da die Verbindung recht langsam ist, haben wir ca. ½ Stunde downloaden müssen.

Als wir dann endlich wieder in der Mariposa angekommen sind, sind wir gleich auf die Ladefläche von Jose Luis Pick-Up gesprungen und wir sind nach Ostional. Für mich waren es schon ca. 7 Jahre, die ich nicht dort war – es hat sich einiges verändert. Auch ich habe mich verändert (keine langen Haare mehr), viele haben mich dann gar nicht erkannt, sondern nur Andi, der ja doch erst vor 2 oder 3 Jahren dort war. Aber ein paar alte Bekannte habe ich auch entdeckt!

Etwas ist aber gleich geblieben (und leider habe ich es nicht fotografiert): in der Nähe des Hauptplatzes saß eine alte Frau, die schon fast mumifiziert aussieht, in ihrem Rollstuhl, weil sie keine Beine mehr hat. Und genau so ist sie schon vor 10 Jahren dort gesessen. Mittlerweile ist sie 104 oder 105 Jahre alt!! Auch noch fast unverändert: das kleine Zimmer, in dem ich gewohnt habe, und Don Cruz (der "Hausherr", am Bild mit meiner Mutter) Er hat sich sehr über unseren Besuch gefreut, seine Frau Dona Alba ist aber leider im Krankenhaus in Rivas. Dürfte ihr aber schon besser gehen.


Ich habe aber auch andere Bekannte und damalige Freunde und Freundinnen getroffen. Es war ein sehr herzliches Wiedersehen, die Menschen dort haben sich wirklich kaum verändert (das meine ich jetzt positiv). Am schönsten war für mich das Wiedersehen mit Arlen (la Negra), ihren 2 Kindern Precilla und Jaqueline, sowie ihrer Schwester, die jetzt bei der Polizei arbeitet.

Mit Andi, Carol, Jose Luis und meinen Eltern sind wir dann auf die Suche nach unserem Mittagessen gegangen. Die Straße zum Strand wird aber nicht nur von Fischern und Touristen verwendet!

Wir haben 3 Papagei-Fische, 3 oder 4 Langusten sowie 2 Tintenfische gekauft.

Franko hat uns dann alles zubereitet. Es war ein wirklich leckeres Essen.

Nach dem Essen sind wir dann wieder zurück nach Coco, und rein in den Pool. Wieder Entspannung pur, dann eine warme (!) Dusche, bisschen Lesen usw. Jetzt Emails lesen und schreiben. Carol und Mama bereiten das Abendessen (Gulasch), mal sehen, wie das ankommt. Kaum zu glauben, dass es unser letzter Abend ist hier.