2. Tag: Managua (14. September)

Jetzt ist es hier ca. 06.30 in der Früh, mein Laptop verrät mir noch die Ortszeit Linz: 14:30. Sind also 8 Stunden Zeitdifferenz. Heute ist ein ganz besonderer Tag in Nicaragua: der 14. September ist der Tag der Unabhängigkeit, ein großes Fest in ganz Zentralamerika. Da wird es richtig zugehen hier, alle auf der Straße, Umzüge usw. Nur Andi und Carol werden nicht dabei sein, die sind sauer und in der Kirche: ausgerechnet heute ist die Unterweisung eines Priesters in die Ehe: ca. 35 Paare müssen sich den ganzen Tag anhören, wie jetzt und was jetzt in der Ehe und so weiter. (Scheinbar war es sehr spannend, wie ich nachher erfahren habe sind einige Pärchen auch einfach gegangen und müssen dann, wenn sie kirchlich heiraten wollen, wohl oder übel im Oktober wieder kommen.

Der Tag begann sehr gemütlich, am Vormittag ist nicht wirklich was am Programm gestanden. Andi und Carol waren beide etwas sauer, weil sie den Tag in der Kirche verbringen mussten. Eigentlich wären in Managua wegen dem Unabhängigkeitstag einige Umzüge am Programm gestanden, die haben wir aber nicht wirklich gesehen.

Wir sind aber zu Mittag mit Vicenta und Jose Luis in ein mexikanisches Lokal gefahren. Das Essen dort war wirklich gut, es gab verschiedene Salsas und scharfe Chips, ich hab dann einen gemischten Teller gegessen mit Tortillas, Bohnenmus, überbackende Tortillas usw. Während des Essens gesellte sich ein singender "Mexikaner" zu uns. Mama gefiel das und als er für uns "La Bamba" spielte, hat sie gleich mitgesungen. Was wir nicht wussten: bezahlt wird pro Lied, also mussten wir am Ende fast den Gegenwert einer Hauptmahlzeit für die musikalische Untermalung lassen.

Danach sind wir einkaufen gefahren - in einen supermodernen Supermercado. Ein Foto hab ich gemacht, dann wurde ich darauf aufmerksam gemacht, dass es verboten ist. Im Grunde genommen sehr amerikanisch das ganze...

Jose ist dann gleich mit Fleisch, Butter und Käse nach Hause gefahren, um es einzukühlen, und Mama, Papa, Vicenta und ich sind geblieben für Obst / Gemüse und was wir sonst noch für unsere Reise nach Coco brauchen. Nach einer knappen Stunde ist Jose mit Carol und Andi sowie dem Pick-Up zurückgekommen, wir sind dann alle zusammen zum Grundstück gefahren. Ein wunderbares Stück Land, das Andi und Carol nun am Rande von Managua besitzen, nur ein paar Minuten von der Universität entfernt.

Leider überraschte uns dann ein Regenguss - Weltuntergangsstimmung. Aber nach 20-30min war der Spuk vorbei. Nur die Zufahrtsstraße zum Grundstück hat durch diesen Regen sehr gelitten, denn eigentlich ist die Straße ein plattgewalztes Flussbett. Ein Glück, dass wir noch heil nach Hause gekommen sind!

Nach dem Abendessen sind wir dann früh schlafen gegangen, Ziel war es, am nächsten Tag gegen 6 Uhr zur Playa aufzubrechen (wegen Verkehr und Hitze)